geschrieben von Rolf Tischer am 4. November 2014

Seit Beginn meiner Ratstätigkeit habe ich immer wieder die vielen Ausgliederungen bei der Stadt Uelzen angemahnt.

Zwar spart man auf den ersten Blick einiges ein, schaut man aber genauer hin, stellt man fest, dass man vor allem eines verliert: die Kontrolle.
Dies habe ich auch in meinen Reden zum Haushalt immer wieder deutlich gemacht, letztes Jahr sogar in Gedichtform. Aber wer hört schon auf den einzelnen Piraten.

Bewahrheitet hat es sich bei den Stadtwerken, die ja auch im Schwarzbuch der Steuerzahler in diesem Jahr einen eindrucksvollen Platz erreichen konnten. Noch schlimmer ist die Situation bei der Sanierung des alten Rathauses. Mehrmals musste das Budget aufgestockt werden, aber das kennt man ja bei öffentlichen Projekten. Siehe Stuttgart21, die Elbphilharmonie oder den Flughafen in Berlin. Gut, gegenüber diesen Projekten gibt es beim alten Rathaus einen Unterschied: Das Rathaus ist fertig.

Alle hatten das Thema abgeschlossen, es hat viel gekostet, 3,2 Mio Euro, aber es ist fertig.

Dachte ich.

Da kommt durch die Hintertüre eine kleine Info, der Bau hat noch einmal 600.000 Euro mehr gekostet. Ohne Zustimmung der Politik hat das zuständige Gebäudemanagement satt Geld raus gefeuert. Ein Vorgang, der einen erst einmal schlucken lässt.
Dann wird man wütend.
Und das bin ich jetzt wirklich. Und andere im Rat auch. Mal sehen, welche Gelder für das Gebäudemanagement als nächstes frei geschaufelt werden sollen. Zumindest mir fehlt das Vertrauen in das Gebäudemanagement.

Die nächsten Wochen werden sicher besonders interessant.
Ich werde berichten….

Kategorie: Allgemein, Stadtrat Uelzen
Kommentare deaktiviert für Sanierung altes Rathaus Uelzen – Finanzdebakel

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