geschrieben von floriansievert am 31. Dezember 2013

http://www.golem.de/news/verschluesselung-2013-das-jahr-der-kryptokalypse-1312-103617.html

Viele wissen es vielleicht nicht, aber dieser Tage fand mit der 30C3 in Hamburg einer der größten Hacker-Konvents in Europa statt. Und es war auch bereits klar, dass die NSA-Affäre dieses Jahr dominieren würde. Viele der Analysen sind sehr interessant und bestätigen das Vermutete auch nur noch einmal aus dem Mund von Leuten, denen man technisch wirklich vertraut.

Das Ausmaß der Affäre erreicht nun zunehmend einen Grad, der es wirklich unerträglich macht, und sogar für jemanden wie mich, der sich eigentlich gerne mit diesen Themen beschäftigt, ist es schwer zu folgen und die Übersicht zu behalten. Die NSA hat systematisch Schwachstellen ausgenutzt und sogar gezielt eigene Schwachstellen eingebaut. Um es für die Nicht-Experten deutlich zu sagen: Sie haben schwerste Verbrechen verübt. Das wäre in etwa so, als würde die Polizei die Türen der Häuser heimlich aufbrechen, wenn man gerade mal nicht zu Hause ist. Weil sie feststellen, dass sie in dem Bereich kein Know-How haben, suchen sie sich Hilfe bei der organisierten Kriminalität. In einigen Häusern brechen sie gleich die gesamte Hauswand raus, damit sie beim nächsten Mal viel einfacher hineinkommen.

Und während sie sich in der Öffentlichkeit darüber echauffieren, dass die Anzahl der Wohnungseinbrüche steigt, stehen bereits die nächsten Kollegen mit dem Dietrich vor der Tür. Was wäre wohl los, wenn so etwas wirklich passieren würde? a) Die eine Hälfte der Bevölkerung würde es für so absurd halten, dass sie es einfach nicht glauben b) Niemand würde ihnen mehr Vertrauen.

Genau so wird es auch mit den Geheimdiensten sein. Egal, was sie nun tun, sie haben das Vertrauen endgültig verspielt und sind nicht mehr tragbar – zumindest in einem demokratischen Rechtsstaat. Die Stasi wurde doch auch nicht danach „reformiert“…

Inzwischen berichten die ersten US-Firmen über schwerwiegende Umsatzrückgänge. Ja, ach wirklich? Klar, wenn der Polizist aus unserem Beispiel suspendiert wird, wird man ihn sicherlich danach im Schlüsseldienst unterbringen. Natürlich ist das Vertrauen weg, da jeder nun denken muss, dass ihm eine US-Firmen eine Backdoor eingebaut hat. Kann man aber eigentlich noch dem Router bei sich trauen? Er wird wohl demnächst durch Geräte ersetzt werden, denen man wirklich traut. Und proprietäre Software wie Flash wird nun auch von den Rechnern verschwinden.

Liebe Geheimdienste! Ihr habt es geschafft, dem Vertrauen aller Bürger in die IT-Industrie und in seine Mitarbeiter nachhaltig und dauerhaft zu schaden. Wenn ihr wirklich demokratische Grundwerte schützen wolltet, habt ihr dies dadurch, dass ihr sie geopfert habt. Ihr habt damit einen Schaden angerichtet, bei dem es Jahrzehnte dauern wird, um es wieder halbwegs zu richten. Dass man nun sogar die Schreckensvisionen der ehemaligen Spinner zunehmend als „korrekt“ einstufen muss, macht es nur gruseliger. Ich wünsche euch einen lausigen Schritt ins neue Jahr und wünsche euch, dass ihr 2014 zu Grunde geht und wir uns 2015 bereits nicht mehr an euch erinnern werden…

Dem Rest, inklusive den Kollegen von der Polizei, einen guten Rutsch ins neue Jahr. Mögen all eure Träume und Wünsche im neuen Jahr in Erfüllung gehen!

Kategorie: Meinungen
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geschrieben von Alu am 31. Dezember 2013

So ähnlich prognostiziert Reinhard Schrader die Verkehrssituation in Buchholz für 2014. Leider sind ihm dabei die Fakten durcheinandergeraten. Man weiss gar nicht, wo man anfangen soll.

Zunächst gab es tatsächlich ein wichtiges Verkehrsgutachten im Jahr 2013, das neuralgische Punkte des Verkehrsflusses endlich einmal und vielleicht zum ersten Mal ordentlich analysiert hat. Das hat aber keine 500.000 Euro gekostet und ist jeden Cent wert, den es gekostet hat. Man stellte nämlich fest, dass diverse Ampelanlagen in Buchholz (davon einige an Kreisstrassen gelegen und deshalb in Verantwortung des Landkreises) defekt oder zu unflexibel und deshalb erneuerungsbedürftig sind.

Die schlimmsten Knotenpunkte laut Gutachten sind allen bekannt, da es sich dort am häufigsten staut:

  1. Hamburger Str./Bendestorfer Str
  2. Canteleubrücke
  3. Mühlenwege

Erstmalig wurde aber festgestellt, woran es im einzelnen liegt und wie man konkret Abhilfe schaffen kann. Deshalb wurde bereits im Herbst interfraktionell beantragt und am 06.12.2012 beschlossen, dies anzugehen, teilweise auf eigene Kosten der Stadt. Im Haushalt 2014 wurden €61.000 für die Erneuerung der Ampelanlagen aus Punkt 1 eingestellt. Bei der Canteleubrücke stellt sich der Kreis quer, angeblich seien keine Mittel vorhanden, so dass man erst einmal die Fahrspuren an die aktuellen Verkehrszahlen anpassen will, bevor man die Ampel erneuert. Da können wir Buchholzer leider nicht viel machen.

Dass der Kreis gerne den Ostring bauen will, weil die Stadt Buchholz sich vor Jahrzehnten hat hinreissen lassen, die Hälfte der Kosten dieser Kreisstrasse zu tragen, ist hinlänglich bekannt. Ausserdem hat sich die Stadt Buchholz auch verpflichtet, die Kosten für die Ampelanlagen an den genannten Punkten zu 100% zu tragen, sollte der Ostring einmal gebaut werden. Deshalb hat der Kreis auch keine Eile, die Verkehrssituation kostengünstig durch Erneuerung der Ampeln und ganz ohne Ostring zu verbessern. Da würden sie ja einen Dummen verlieren, der freiwillig die Kreisstrasse finanziert.

Die Sache mit der Bendestorfer Str. ist leider richtig. Auch bei den Ratsmitgliedern gab es Fragezeichen auf der Stirn, als die Buchholzer Verkehrsbehörde dort ohne Not die Fahrspuren geändert hatte. Beantragt oder beschlossen war das nicht. Nun ja. Frau Grondke dürfte damit aber nichts zu tun gehabt haben, die ja vom Wochenblatt schon gewohnheitsmässig zu Unrecht gebasht wird.

Das Gutachten wird in Kürze hier veröffentlicht.

Kategorie: Heidepiraten vor Ort, Stadtrat Buchholz idN
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geschrieben von floriansievert am 19. Dezember 2013

Durchaus interessant, diesen Artikel in Telepolis beizeiten einmal zu lesen, da es sich kaum leugnen lässt, dass unser politisches System in einer Krise steckt. Es gab keine Revolution und doch haben immer mehr Menschen, mit denen man spricht, das Gefühl, dass sie der politischen Ebene zunehmend machtloser (und damit auch sinnloser) entgegenstehen. Dies ist hochgradig gefährlich und muss korrigiert werden. Ich denke, dass die Politik zunehmend auch in den Fokus stellen sollte, wieso die Leute eigentlich in Scharen aus den Parteien laufen und damit nichts mehr zu tun haben wollen. Jedem aufrechten Demokraten sollte das eigentlich eine Herzensangelegenheit sein.

Kategorie: Meinungen
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geschrieben von robertgeislinger am 19. Dezember 2013

Moin Piraten und Interessierte,

das Jahr neigt sich dem Ende. Und wie immer werden wir 2013 die uns aus der Parteifinanzierung zustehenden Zuschüsse nicht voll ausnutzen können, weil unsere Einnahmen 2013 zu gering waren.

Lasst uns diese Einnahmen erhöhen und zusammen dem KV-Schatzmeister mal so richtig Arbeit machen! Buchen von Spenden ist eine wichtige Tätigkeit und Frithjof wird sich sicherlich über einiges an Übung freuen.

Und es lohnt sich wirklich: als Faustformel gilt: Wenn ihr zB 100€ spenden wollt, gebt ihr der Partei lieber 200€. 100€ bekommt ihr vom Finanzamt bei der Steuererklärung wieder. Aus der Parteienfinanzierung bekommt die Partei dann noch einmal den gespendeten Betrag. Effektiv kostet es euch also 100€, die Partei bekommt jedoch 400€, das ist doch allemal ein gutes Geschäft!

Gerne freuen wir uns auch im folgenden Jahr über Spenden. Unsere Bundespartei empfiehlt einen freiwilligen Mitgliedsbeitrag in Höhe von 1% des Jahresnettoeinkommens. (Bundessatzung §5(3) )

Im kommenden Jahr werden wir auch wieder viel Geld für unsere politische Arbeit benötigen:

Im Mai haben wir Europawahlen. Bei diesen wollen wir natürlich im ganzen Gebiet der Heidepiraten (3 Landkreise!) sichtbar sein. Weiterhin ist absehbar, dass die große Koalition uns wieder so viel Scherereien bereiten wird, dass wir dagegen ankämpfen müssen. Ich möchte nicht hören, dass wir Aktionen nicht starten können, weil uns das Geld dazu fehlt! Schon jetzt sehen wir TTIP ( http://www.taz.de/TTIP-Abkommen-fuer-den-Freihandel/!129519/ ) und die Vorratsdatenspeicherung auf uns zukommen. Dagegen wollen wir unbedingt etwas tun.

Liebe Freunde, gebt euch einen Ruck! Wir freuen uns über jeden Beitrag.
Spendet auf folgende Bankverbindung:

Piratenpartei Deutschland
Heidepiraten
IBAN: DE24 2406 0300 8519 0543 00
BIC: GENODEF1NBU
Kto: 8519054300
BLZ: 24060300
Bank: Volksbank Lüneburger Heide eG

Für Mitglieder: <Mitgliedsnummer> <Nachname> Spende KV Heidepiraten
Alle anderen: <Name und Anschrift> Spende KV Heidepiraten ( Wir dürfen keine anonymen Spenden annehmen !)

Bei Fragen bzgl. der Spende wendet ihr euch bitte an unseren Schatzmeiter Frithjof Schmeer. Er wird euch auch eine Spendenbescheinigung ausstellen.
Kontakt: schatzmeister@heide-piraten.de

In diesem Sinne… ein frohes Fest!

Kategorie: Allgemein
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geschrieben von floriansievert am 19. Dezember 2013

Endlich mal ein Artikel, der sich ein wenig optimistisch mit dem Thema befasst. Man bekommt nämlich langsam den Eindruck, dass da oben sich nur Deppen mit dem Thema befassen. „Kernenergie ist sicher“ wird da behauptet, während die Lage in Fukushima außer Kontrolle gerät und man bis heute kein geeignetes Endlager vorweisen kann. Die Gegenseite protestiert vor Windkraftanlagen und beschwert sich über steigende Preise. Und nun, da die EEG vielleicht bald abgeschafft wird, steht der Untergang des Abendlandes unmittelbar bevor.
Waren es nicht die Marktliberalen, die immer predigten, dass der Markt sich seinen Weg sucht? Wieso ist man da eigentlich in diesem Land so furchtbar unflexibel und versucht wirklich, Stromleitungen von Nord nach Süd zu legen oder den Kohlestrom an die See zu befördern? Man mag sich permanent mit der Hand an den Kopf hauen. Zum Wettbewerb gehört eben auch, dass man in schlechten Situationen beginnt, neue Wege zu gehen. Ja, haben unsere Vorfahren sich denn zum Sterben in die Ecke gesetzt, nachdem einmal eine schlechte Ernte da war? Hat der Höhlenmensch vor dem Feuer gesessen und gesagt: Auch egal, welche Entwicklung kommt, die wird auf jeden Fall nicht so bedeutend wie das Feuer sein?

File:Regent's Quarter Kings Cross 2167081596.jpg

Wieso debattieren wir in diesem Land nicht darum, wie wir es fördern können, dass möglichst jeder auf dem Dach eine Solaranlage bekommt. Ja, im Ernst: wieso fördern wir die Großindustrie mit Umlagen, verzerren den Markt, bestrafen die Endverbraucher, ohne auch nur einmal darüber zu reden, wie man dafür sorgt, dass möglichst alle Leute sich eine Solaranlage zulegen? Spart ja vielleicht sogar ein paar Windkraftanlagen.
Ist man sich hier eigentlich bewusst, dass wir inzwischen über die nötige Technologie verfügen, um Solaranlagen mechanisch stets so auszurichten, dass sie optimal zur Sonne stehen? Vor 15 Jahren wäre das eine Herausforderung gewesen, heute ist es aber real. Ist man sich eigentlich bewusst, dass ein enges Netz an Windkraftanlagen untereinander problemlos sich darüber informieren kann, dass da ein Sturm aufzieht und sich das Netz auf die neue Situation einstellen kann? Freifunk geht, aber so etwas nicht? Ebbe und Flut überspülen Deiche, haben aber nicht genügend Kraft, um Strom zu erzeugen? Ideen wie kleine Wasserkraftwerke, die die Fallgeschwindigkeit von Wasser von Hochhäuserdächern nutzen, um etwas Strom zu generieren sind zu abgedreht?
Willkommen im 21. Jahrhundert. Mit Verlaub: ein Industriebesitzer, der einfach nur heult, weil der Strom günstiger wird, ohne solche Optionen auszunutzen, der gehört auch Bankrott. Und eine Gesellschaft, die sich mehr darüber empört, ob irgendwo eine Windkraftanlage gebaut wird, eine Leitung gelegt oder wie man den Kohlestrom transportiert, die sitzt auch zu Recht bei Kerzenschein daheim.
Wir brauchen in diesem Bereich keine Scheindebatten, sondern, Schmidt zum Trotze, einige Visionen. Es kann doch nicht sein, dass der Bauer mit einem kleinen Windrad für den Weidezaun einen auf den Deckel bekommt oder man sich auf dem Carport nicht einfach eine Solaranlage setzen kann. Liebe Regierung, sorgt dafür, dass die Bürokratie abgebaut wird, fördert gezielt neue Ideen und sorgt dafür, dass möglichst viele Leute Kapital in die Energiegewinnung investieren. Sei es der Bastler im Kleinen, der Vermieter auf Wohnhäusern oder ein Unternehmer, der sich den Strom selbst generiert, anstatt rumzunörgeln. Und mit Verlaub, wenn es die großen Energiekonzerne nicht hinbekommen, dann brauchen wir die vielleicht auch nicht, denn sie wären dann mit einem Geschäftsmodell am Markt, dass nicht marktkonform wäre.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/service/eigenverbrauch-von-strom-neuer-markt-neue-gerechtigkeitsfrage-a-939563.html

Kategorie: Meinungen
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