geschrieben von Nicolas Krüger am 24. November 2011

Update (28.11.2011):

Da das Auftreten und die Äusserungen Erich Romanns aus Sicht des Kreisvorstandes Niedersachsen-Nordost eine erhebliche Störung der inneren Ordnung der Partei und eine Schädigung des Ansehens der Partei in der Öffentlichkeit darstellen, wird dieser einen Antrag auf Einleitung eines Parteiausschlussverfahrens beim Bundesvorstand Landesvorstand der Piratenpartei Niedersachsen stellen.

In seiner Eigenschaft als angehender Kreistagsabgeordneter für den LK Harburg hat Herr Romann sich in den letzten Monaten durch verschiedene politische Aussagen in der Öffentlichkeit aus unserer Sicht verstörend verhalten. Einige verwunderte Anfragen wurden infolgedessen von verschiedenen Seiten an uns Piraten herangetragen.

Als für den Kreis zuständiger Vorstand sehen wir uns inzwischen gezwungen, zum Verhalten und den Äußerungen von Herrn Romann öffentlich Stellung zu beziehen. Dies ist insbesondere nötig, da Herr Romann nicht bereit war, ein klärendes Gespräch mit dem Vorstand über die Aussagen und Vorkommnisse zu führen.

Als sich im Vorfeld der Kommunalwahl abzeichnete, dass die Piratenpartei ausreichenden Rückhalt in der Bevölkerung finden würde, versuchten wir, wie andere Parteien auch mit einer breiten Aufstellung zur Wahl anzutreten. Obwohl Herr Romann erst wenige Male bei den Stammtisch­treffen in Buchholz anwesend war, gelang es ihm erfolgreich sich zur Kandidatur aufstellen zu lassen indem er sich für die Piraten als zuverlässiger und glaubwürdiger potentieller Kandidat darstellte.

Er präsentierte sich uns dabei als Molekularmediziner mit liberalen und freiheitlichen Zielen und Ideen, die mit den Zielen der Piratenpartei weitestgehend übereinstimmten. Hierzu zählten auch die Verbesserung der Transparenz innerhalb der Kommunen und eine Verbesserung der Bildungssituation in Deutschland. Über seine nachträgliche öffentliche Darstellung als Profi­Pokerspieler waren wir vor diesem Hintergrund mehr als verwundert.

Gerade nach der Wahl in den Kreistag stellten wir dann fest, dass Herr Romann nicht viel von der Basisdemokratie hält und ohne Rücksprache mit der Parteibasis Stellungnahmen und Vorstellungen in der Presse veröffentlichte, die keinen großen Rückhalt innerhalb der Partei haben. Sowohl der Vorstand des Kreisverbandes als auch die Basis der Partei erfuhr von so gut wie allen Forderungen zunächst nur aus der Zeitung.

Hierzu zählt unter anderem auch das in der Öffentlichkeit viel diskutierte Interview in den Harburger Anzeigen und Nachrichten, in dem er als sein persönliches Ziel den Bau einer Moschee in Buchholz propagierte, was in der Öffentlichkeit aber daraufhin häufig als Ziel der Piratenpartei auf Kreisebene verstanden wurde. Nach einem initialen Versuch ihn darauf hinzuweisen, dass ein solches Vorhaben kein primäres Ziel der Piratenpartei sei, kam er auf die Idee als ­- wie er es nannte ­ “Ausgleich” – einen rechten Szeneladen in Tostedt zu unterstützen. Ein solcher Aktionismus – wie auch die Ziele selbst -­ finden innerhalb der Partei keinerlei Rückhalt.

Auch seine in die Öffentlichkeit getragene Forderung zur Öffnung des Buchholzer Bahnhofs als Obdachlosenunterkunft und einem damit verbundenen Ausbau der Videoüberwachung stehen nicht im Einklang mit den Zielen der Piratenpartei, die sich in den letzten Jahren öffentlich klar zu einem Abbau von Überwachungsstrukturen geäußert hat. Wir halten den Einsatz von zusätzlicher Videokameraüberwachung in keinster Weise für eine sinnvolle Politik, um die damit verbundenen Probleme zu lösen. Nach unserer Auffassung lässt sich das Obdachlosenproblem nicht schlicht durch die Öffnung des Bahnhofs lösen, sondern bedarf tiefgreifenderer und durchdachterer Ansätze, die mehr als ausschließlich ein Symptom bekämpfen.

Entgegen seiner bisherigen Darstellung wurde seitens der Partei kein Parteiausschlussverfahren gegen Erich Romann eingeleitet. Die von ihm geäußerte Vermutung mag daher rühren, dass ihm auf den Stammtischen klar gemacht wurde, dass eine gemeinsame Kooperation mit der CDU auf Ebene des Kreistages nur schwer bei der Basis Unterstützung finden würde, da die politischen Programme beider Parteien in vielen Punkten gegensätzlich seien. Den von ihm beschriebenen “Maulkorb” hat es nicht gegeben und ein solcher ist darüberhinaus in der Piratenpartei, so wie auch in allen anderen demokratischen Parteien nicht üblich.

Der Kreisvorstand hat es den gewählten Mandatsträgern offen gelassen in ihrer Region Gruppen zu finden in denen man sich eine geeignete Zusammenarbeit vorstellen könnte. Auf der Mitgliederversammlung des Kreisverbandes am 16.10. stellten die Mandatsträger der Versammlung ihre möglichen Wunschgruppen vor und holten sich eine Absegnung der Basis ein. Auch Herr Romann stellt den versammelten Mitgliedern die Frage, ob die Basis ihn bei der Bildung einer Gruppe zwischen Piraten und der CDU unterstützen würden. Die Versammlung beantwortete diese Frage mit einem eindeutigen Nein. Auch dies war allerdings in keiner Weise ein Verbot durch die Partei, sondern zeigte lediglich die Meinung der Basis in Bezug auf die Bildung einer Gruppe mit der CDU.

Bereits im Rahmen der Mitgliederversammlung entstand bei uns der Eindruck, dass es Herrn Erich Romann nicht um eine inhaltliche Zusammenarbeit mit den anderen Gruppen ging, da sich andernfalls nicht erklärt, wieso CDU und Grüne thematisch beliebig austauschbar seien. Um diese Sachverhalte zu klären versuchte der Kreisverband der Piratenpartei daher in den letzten Wochen ein Gespräch mit Herr Romann zu führen, um ihm gegenüber klar zu stellen, dass er mit seiner Haltung keine Mehrheit innerhalb der Partei genießt. Mehrere Terminangebote wurden hierbei nicht wahrgenommen oder überhaupt Interesse an einem klärenden Gespräch gezeigt.

Insbesondere die Äußerungen von Herrn Romann gegenüber dem Hamburger Abendblattes eine “deutsch­-nationale” Gesinnung zu haben, zwingt uns eindeutig sich von ihm zu distanzieren. Die Piratenpartei grenzt sich bereits in der Prämbel ihrer Satzung klar von Extremismus jedweder Form deutlich ab. Auf der Mitgliederversammlung stand auch ein Antrag zur Diskussion sich künftig im “Bündnis für Demokratie ­- Netzwerk gegen Rechtsextremismus” zu engagieren. Die eindeutige Mehrheit der Piraten stimmte für diesen Antrag.

Dem Kreisvorstand sind zum momentanen Zeitpunkt keine, wie von Herrn Romann behauptet, linksextremistische Piraten bekannt und würden auch nicht toleriert werden. Genauso können und werden wir die Diskreditierung von Mitgliedern nicht akzeptieren, wenn diese in der Öffentlichkeit unbegründet als Linksextreme bezeichnet werden. Der Vorstand wird daher sorgsam prüfen, ob auf Grund der von Herrn Romann getätigten Äußerungen Ordnungsmaßnahmen nötig sind.

Wir müssen mit Bedauern feststellen, dass Herr Romann sich nach seiner Wahl offensichtlich nicht mehr für die Ziele und Ideen der Piratenpartei und ihrer Wähler einsetzt. Unter den Piraten des Kreises hat er mit seinem Verhalten jegliche Form von Rückhalt und Vertrauen verspielt, seine damalige Aufstellung als Kandidat wird inzwischen als Fehler angesehen. Sein bisheriges Auftreten grenzt sich klar negativ von der Arbeit der Mandatsträger in anderen Stadt-­ und Gemeinderäten ab, wo wir uns als Piraten auf eine gute Zusammenarbeit mit anderen unterschiedlichen Parteien freuen.



32 Kommentare zu “ Erklärung des Kreisvorstands zu Erich Romann ”

  1. Ferhat Ziba sagt:

    Großes lob an euch für die Klarstellung.

  2. Olaf Forberger sagt:

    Danke für die ruhigen und sachlichen Klarstellungen! Genau das verstehe ich unter Transparenz (nicht Schönschnackerei, kein Intrigenstadl – sondern Offenheit).

  3. Olaf sagt:

    War wohl ein Versehen von Herrn Romann. “LKH” ist eben nicht nur die Abkürzung vom Landkreis Harburg…

  4. Alex sagt:

    Es hört sich sehr nach Realsatire an. Ich frage mich aber auch, wieso jemand, der erst wenige Male bei einem Stammtischtreffen anwesend war, auf die Liste gestellt wird. Auch wenn Herr Romann sich überzeugend präsentierte, sollte doch eigentlich jedem aufgefallen sein, dass er sehr schnell eine verantwortungsvolle Position übernehmen wollte. In meinen Augen viel zu schnell.
    Das alles zeigt doch, dass Herr Romann nur auf persönliche Interessen Wert legt – und dafür auch gern belügt. Ich hoffe, dass er schnellstmöglich aus der Partei ausgeschlossen wird, sodass weiterer Schaden von der Partei abgewendet wird – und auf seine Person zurück fällt. Des Weiteren rufe ich hiermit alle anderen Parteien auf, mit Herrn Romann in keiner Weise zu kooperieren, da er nicht nur belügt, sondern jetzt sogar das Gegenteil von den Zielen “seiner” Partei will, durch die er gewählt wurde (Überwachung). Außerdem empfinde ich sein Verhalten für die anderen Parteien und auch die Piraten als beleidigend.
    Eine Frage am Rande: Was genau ist eigentlich ein deutsch-nationaler Islam-Konvertit, der mit der CDU liebäugelt?

    Ich hoffe, dass die Piraten durch diesen Fall für die Zukunft gelernt haben und so etwas nie wieder passiert. Des Weiteren wünsche ich allen anderen Piraten schöne Grüße aus Berlin. Bald wird hoffentlich alles besser :)

  5. Aljoscha Rittner sagt:

    Moin!

    Die Aussagen von Romann sind doch dermaßen satirisch, dass man weder die eine noch andere Forderung ernst nehmen kann. Nicht mal die Aussagen über sich selbst. Was treibt diese Person also an? Wurde er eingeschleust, damit er mit seinem Verhalten eine kleine Pflanze kaputt tritt?

    Beste Grüße!

  6. Gargle sagt:

    Wahrscheinlich dann demnächst zu lesen in der Titanic. Alles andere würde mich doch sehr wundern.

  7. FBM sagt:

    Liebe Heide-Piraten,

    – prüft bitte ganz genau, wie das mit dem PAV läuft und ob das Verfahren Erfolgschancen hat. Stimmt euch dazu mit dem Landesverband oder den Bundespiraten ab. Klärt intern, ob es ein politisches Zeichen ist oder der Parteiausschluss das tatsächliche Ziel ist.

    – Versucht – sofern noch nicht passiert – ihm einen Ansprechpartner zur Seite zu stellen. Sein absonderliches Verhalten könnte die verschiedensten Gründe haben. Vielleicht kommt ein Einzelner von euch dahinter.

    @#4/Alex
    – Kurze/lange Bekanntheit des Kandidaten sind kein wirklicher Garant für eine “vernünftige” Person. Ich verweise dazu auf den Fall Matthias Bahner.

  8. Schwertmeister sagt:

    Ich denke, der Grund für die doch sehr sarkastische Satire kann klar werden.
    Ich zitiere:

    Insbesondere die Äußerungen von Herrn Romann gegenüber dem Hamburger Abendblattes eine “deutsch­-nationale” Gesinnung zu haben, zwingt uns eindeutig sich von ihm zu distanzieren.

    Nota bene: Die “Äußerung” zwingt die Schreiber, nicht die Einstellung.
    Ich zitiere weiter:

    Dem Kreisvorstand sind zum momentanen Zeitpunkt keine, wie von Herrn Romann behauptet, linksextremistische Piraten bekannt und würden auch nicht toleriert werden.


    Ist es nicht eigentlich die Idee der Piratenpartei, absolut niemanden auszuschließen? Klingt für mich so, als könnte diese Ortsgruppe eine arg konservative Tendenz haben…

  9. Andreas sagt:

    Erinnert mich stark an
    <>

  10. Mopsi sagt:

    Es gibt auch in unserem Stammtisch jemanden, der sich immer in den Vordergrund spielen muß. Unser Vorsitzender hat Probleme, ihn im Zaum zu halten. Es ist schwierig in einer transparenten Partei, solchen Leuten die Plattform zur Serbstdarstellung zu entziehen. Ungefragte E-Mails und Einmischung in Wichtige Verhandlungen gehören bei uns zur Tagesordnung. Ich hoffe, für die Partei, daß wir unseren Störer schneller in den Griff bekommen als ihr. Ohne Parteiausschlußverfahren. Gruß Mopsi

  11. Marc sagt:

    Sicher, dass Herr Romann nicht von Die PARTEI ist? xD

  12. Pedro sagt:

    Mahlzeit
    Hallo Aljoscha,
    genau das war mein erster Gedanke, als ich die Zeitungsmeldung las.
    Ein Mann, genau zugeschnitten (worden) um sich an der “jungen Pflanze” ganz nach oben zu hangeln. War das nicht schon zu Gut um wahr zu sein?
    Für mich (persönliche Meinung) klingt die Sache – plötzlich gegenteiliger, politischer Ansicht zu sein – sehr einstudiert.
    Eine gewisse Intelligenz kann man bei einem Molekularmediziener vermuten, so dass er weiß, dass die Sache nach hinten los geht.
    Die Piratenpartei braucht keine “Schläfer” und muss auch nicht erst durch negatives Auftreten “berühmt” werden…
    Schönen Tag und Gruß vonner Ruhr
    Pedro

  13. Ein Pirat sagt:

    Ich träume auch manchmal davon, dass Erich sich als Mitglied von “Die Partei” oder Mitarbeiter von “Verstehen Sie Spass?” outet. Passiert aber nicht. Der Mann ist wohl echt.

    Die Frage ist, was er uns eigentlich sagen will. Aufgrund seiner offensichtlich eher konservativ-autoritären Denkstrukturen könnte man auf die Idee kommen, dass er nicht viel von zu viel Demokratie hält, weil auf diesem Wege der Otto-Normal-Biertrinker etwas zu sagen bekommt, und er hier zeigt, was dabei herauskommt.

    Man könnte aber auch vermuten, dass er einfach hedonistisch denkt, dass ihm das einen Heidenspass macht den etablierten Politikern mal zu zeigen, dass der Kaiser keine Kleider anhat. Anders gesagt: Es macht ihm Spass, alle mal so richtig zu verarschen.

    Vielleicht kommt dazu, dass er jahrzehntelangen Frust gegen die Institutionen in sich trägt, den er mal so richtig rauslassen kann.

    Vielleicht ist er wirklich eingeschleust, aber was man so von den anderen Parteien hört, bleibt da eigentlich nur noch die NPD oder der Verfassungsschutz über.

  14. Densch sagt:

    Gute und vernünftige Darstellung, danke! Ihr solltet nur nicht verwundert sein, dass in unserer heutigen Zeit jemand den Beruf “Profi-Pokerspieler” nicht gleich an die große Glocke hängen möchte (spreche da aus Erfahrung).
    Der Rest von Herrn Romann hört sich eher so an, als wenn er eigentlich zur PARTEI gehörte…

  15. Sven sagt:

    Die Statements des Piraten (und zugegebenermaßen auch die Reaktion der Piraten) erinnert an einen äußerst gelungenen Trollversuch im Heise-Forum.

    Daher ehrenhalber ein > und ein virtuelles x-post und f’up2 dag°

  16. Stefan sagt:

    Leute! Das kann ja wohl nicht euer Ernst sein. Was hab ich mich gefreut als einer der Kreitagsplätze an die Piraten ging :-) !!! Ich habe sogar mit dem Gedanken gespielt, bei der kommenden Landtagswahl die Piraten zu wählen. Ganz ehrlich!

    Aber *wtf* … das darf euch nicht noch einmal passieren. Ich bin richtig sauer! Es wird Zeit, dass sich die Piraten auch auf Kreisebene (bei aller Liebe für neue Politikansätze!) doch klarer positionieren. Keiner – außer vielleicht einzelne Protestwähler – wollen die “Katze (den Deutsch-Nationalen) im Sack” wählen. “Wir sind nicht rechts – wir sind nicht links, sondern vorne!” zieht irgendwann nicht mehr. Was seid ihr denn nun? Liberal-schei*egal oder was?

    Und das jetzt auch noch als “Realsatire” oder “rumgetrolle” abzutun ist ja wohl nicht der richtige Umgang mit diesem politischen Unfall. Der Kreistag entscheidet über echt wichtige Dinge. Ich kann’s immer noch nicht fassen … Mannmannmann …

  17. Marc sagt:

    Hat jemand von euch schonmal dran gedacht, dass der Kerl vielleicht ein ernstes psychisches Problem hat, bzw eine psychotische Phase? Die Partei zieht alle möglichen Spinner an, das war bei den grünen damals sicher nicht anders. habt ihr mal versucht mit Freunden und Verwandten von ihm Kontakt aufzunehmen?

    Das klingt für mich jedenfalls sehr nach Satire bzw einem seelischen Leiden. Ansonsten euer Umgang mit der Geschichte, top! Die Wahrheit siegt, immer, also bleibt dabei :)

  18. Bernd sagt:

    @Stefan: da sind wir uns alle einig, allerdings ist es auch so, dass die Partei außer einem Ausschluss nichts tun kan. Er ist gewählt und das wars.

    Aufstellungsversammlungen müssen da in Zukunft deutlich sensibler sein. Allerdings zum einen ist das immer eine Sache der Leute vor Ort (auch rechtlich) und zum anderen ist es grade bei den Kommunallisten (nicht nur bei den Piraten) so dass man um jeden einigermassen fitten Bewerber froh ist. Diese zu durchleuchten ist nur bedingt möglich. In zukunft wird vermutlich weniger neumitglieder eine Chance haben (und das ist nicht nur positiv!).

    Bernd

  19. k-nut sagt:

    Zugegeben, eine Deutsch-Nationale Gesinnung ist bei den Piraten mehr als selten zu finden, aber wollt Ihr wirklich alles was “rechts denkt” zu einer braun faschitischen Brühe verrühren? Der Mann mag kein Glücksgriff sein, aber meint ihr nicht, dass ein echter Pirat, ohne Schere im Kopf, sich mal auf diesen Mann einlassen kann, um ihn mit sokratischem Fragegenerv, einen, für beide Seiten, gangbaren Weg finden zu lassen?

  20. Enys Untra sagt:

    “Insbesondere die Äußerungen von Herrn Romann gegenüber dem Hamburger Abendblattes eine “deutsch­-nationale” Gesinnung zu haben, zwingt uns eindeutig sich von ihm zu distanzieren.”

    Das ist wohl schon von mehreren bemängelt worden.
    Eine “deutsch-nationale Gesinnung” ist sicherlich schonmal ein Grund, nachzufragen und eine Klärung anzustreben; aber ohne weitere Qualifikatoren ist es noch kein Beweis für “Rechtsradikalismus”. Bitte näher erklären, in welchem Kontext er seine “deutsch-nationale Gesinnung” geäußert hat und wie sich das in seinen weiteren Handlungen äußert.

    Insbesondere beißt sich “Islamkonvertit” und “deutsch-national” irgendwie… die Frage dürfte also noch öfters an euch kommen.

  21. Barni sagt:

    Hallo Heide-Piraten,
    kenne Herrn Romann persönlich ganz gut noch von früher seit Schulzeiten (wir haben ab und zu mal ein Bierchen zusammen getrunken). Um es mal milde auszudrücken: Bei dem brennt im Oberstübchen wirklich kein Licht!
    Um nur einige Beispiele zu nennen, und dies ist jetzt kein persönlicher Rachefeldzug oder Neid, sondern nur eine Aussage:
    Hat damit angegeben, wie er früher mal versucht hat, sich bei der damaligen sowjetischen Botschaft für den KGB anheuern zu lassen.
    War auf der Suche nach Anleitungen zum Bau von Sprengvorrichtungen.
    Ist mehrmals mit dem Gesetz in Konflikt geraten.
    Wollte bei Dieter Bohlen als Bodyguard arbeiten.
    War angeblich mal Mitglied bei der DKP, dann bei der NPD, oder bei beiden.
    usw. usf.
    Ist das noch normal?
    Leute, habt ihr denn vorher überhaupt keine Informationen darüber eingeholt, wen ihr euch da ins Nest holt? Der Mensch soll eure Partei repräsentieren? Na schönen Dank, dann kann man euch bei solchen “Politikern” in euren Reihen auch nicht wieder wählen. Ihr macht euch ja total lächerlich dadurch.

  22. Die Rechten, die Linken und die Guten « brushedthewrongway sagt:

    […] Aufgrund dessen und anderer Verfehlungen Romanns veröffentlichte der Kreisvorstand eine Erklärung. Darin heißt es: „Die Piratenpartei grenzt sich bereits in der Prämbel [sic] ihrer Satzung […]

  23. Dietmar sagt:

    Auch wenn man sich Mühe geben sollte, leider gibt es vor Blendern und Betrügern keinen sicheren Schutz. Bei den etablierten Parteien wird Fehlverhalten eher den Personen und weniger den Parteien angekreidet.
    Zwei aktuelle Beispiele:
    in Calberlah bei Gifhorn ließ sich dieses Jahr nach engagiertem Wahlkampf Herr Omarkhel für die SPD in den Gemeinderat wählen. Noch vor der konstituierenden Sitzung verließ er die SPD, um die Mehrheitsverhältnisse im Rat zu kippen.
    In Kassel war Daniel Budzynski bis vor ein paar Tagen Schriftführer des CDU-Stadtverbandes Nord. Nachdem er als aktiver Rechtsextremist (er beteiligte sich u.a. offen an Neonazi-Aufmärschen) aufflog, ist er von dem Posten zurückgetreten, will aber in der CDU bleiben.

  24. Maro deVal sagt:

    hallo piraten!

    habe im “spiegel” über e.romann (alfred e. neumann?) gelesen und bin neugierig geworden, was das für ein mensch ist, der “seine” partei und sein mandat kalauerisch in den sand setzt. so bin ich auf eure seite aufmerksam geworden – und informiere mich einmal mehr über “die piraten”. auch gut, oder? das war aber sicher nicht die absicht von e.romann! wenn ich mir das foto im “spiegel” anschaue und die aussagen über ihn lese, habe ich den eindruck eines profilsüchtigen egomanen, der gerne mit sich und seiner umwelt spielt, aber LEIDER nicht verstanden hat, wie er sinnvoll in einem demokratischen prozess agieren kann. sehr bedauerlich! aber letztlich nicht tragisch für die partei, schätze ich. in der bevölkerung ist sicher schon angekommen, welche ziele “die piraten” tatsächlich vertreten. da kann man eine randerscheinung wie alfred e. romann auch verkraften!

  25. Timo sagt:

    Irgendwie kam bei mir (fälschlicherweise?) an, die Piraten wollten anders sein als die etablierten Parteien.
    Sie sind aber genauso bürokratisch, konservativ und vor allem humorbefreit wie der Rest der Parteienlandschaft.
    Schade, doch keine Alternative!

  26. Hütet euch vor Pokerspielern | Flaschenpost sagt:

    […] müssen (echte) Mediziner klären. Vielleicht haben sie auch einen Namen für das, woran einer der Heidepiraten leidet. Nach kurzer Mitgliedschaft zog der “Felix Krull der Piratenpartei” in den […]

  27. Metal-Jürgen sagt:

    Ich bin ein Schlechter Leser von langen Erkärungen und würde es besser finden, wenn man so eine Übersichtliche Tabelle gemacht hätte, wo links die Äußerungen und rechts die Piratenmeinung gegenüber gestellt worden wäre. So hätte man gleich suf einen Blick sehen können, was los ist. Und am besten eine dritte Spalte, wo sich dann jeder Pirat zu jedem Detail hätte äußern können. Aber ich bin guter Dinge. Ihr werdet das Problem schon lösen.
    Gruß, Metal Jürgen aus Berlin

  28. Stefan Keller sagt:

    Es ist wie in der Orgel: An den wichtigsten Stellen sitzen die größten Pfeifen. Aber wenn sich die Pfeife nicht mehr stimmen lässt gehört sie ausgetauscht! Sonst haben die Heidepiraten bald ihr letztes Lied gespielt weil niemand mehr zuhört.

    Die Freiheit eines Einzelnen darf grundsätzlich nur so weit gehen, dass dadurch niemand unfrei wird. Die Heidepiraten verlieren erst ihre Glaubwürdigkeit, dann ihre Wähler und in letzter Konsequenz die Freiheit, in ihrer Region demokratisch mitzubestimmen.

    Wenn die Piraten, die Herr Romann in seine Position gebracht haben, ihn weiterhin gewähren lassen, gebe ich Timo (Beitrag vom 11.12.) von Herzen recht.

  29. GedankenMaschine sagt:

    […] Update: Sein Piraten-Kreisverband scheint wohl von seinem Verhalten auch nicht sonderlich erbaut zu sein. […]

  30. inte sagt:

    Das ist doch Satire…
    Falls nicht – lieber schlechte Presse als gar keine Presse, und seine Aktionen werden wohl selbst den groessten Widersacher zum Schmunzeln bringen :)
    Ich denke aber auch, dass er wohl in “der Partei” besser aufgehoben waere, wichtig ist nun ein sauberer Umgang der Piraten mit dem Stoerfaktor, nicht dass das noch eine aehnlich peinliche Nummer wie bei der SPD mit Sarrazin oder Clement wird – dann lieber Augen zu und durch und ihm in Zukunft keine Aemter mehr verleihen. Also vorsicht, liebe Piraten…

  31. Moritz sagt:

    Hallo Leute…

    Eure Mitteilung ist zu weiten Teilen sehr gut, ab dem Moment, in dem der Extremismusbegriff ins Boot kommt jedoch “extrem” komisch.

    Habt ihr euch mit dem Extremismusbegriff auseinandergesetzt und könnt danach guten Gewissens sagen, dass ihr das so fortschreiben möchtet?

    Der Begriff kommt von staatlichen Überwachungsbehörden und zeichnet eine Gesellschaft der “Extreme” (natürlich nur 2 – rechts und links). Dieses Denken lehnt ihr meines Wissens selbst ab, einfach in rechts und links zu unterteilen. Außerdem ist linke Politik notwendig, dann nämlich, wenn staatliche Politik versagt und Faschismus, Nationalismus usw. die Oberhand gewinnt bzw. Thema wird.

    Bitte bitte bitte informiert euch z.B. über die geplante Extremismusstudie am Rauhen Haus in Hambug, über den Ursprung des Begriffs und warum und wann er wie verwendet wird, so einfach ist das nicht, wie dieser Begriff es machen will.

    Liebe Grüße
    Moritz

  32. Fraggy sagt:

    Was habt ihr für ein Problem mit Linksextremismus? Eine zweite FDP brauchen wir nicht, die gibts schon, liebe Piraten.

 
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